Von: Hochhofer Teresa, Klenner Jennifer, Michäler-Kappel Thomas, Zehrfuchs Bianca, Zisser Christina
Eine Woche lang beschäftigten sich die Schüler:innen der 1. Klassen des Gymnasium Hartbergs mit dem Thema „Mein Körper und ich“. Das Ziel war, den Schüler:innen zu ermöglichen, Zusammenhänge zwischen den einzelnen Unterrichtsfächern zu erkennen und diese auch in Zukunft bewusster wahrzunehmen, um vernetztes Denken zu fördern. Es wurde auf einen bestimmten Bereich eingegangen und in einem aufgelösten Unterricht-Setting behandelt. Viele Kinder waren erstaunt, wie vielfältig ein konkretes Körperteil sein kann.
Die 1A beschäftigte sich mit der Leistung des Körpers. Dabei wurde zum einen die physische bzw. körperliche Leistungsfähigkeit des Menschen betrachtet. In diesem Zusammenhang wurden grundlegende Aspekte der Ernährung thematisiert, da diese einen entscheidenden Einfluss auf die Leistungsfähigkeit hat. Zudem wurde aufgezeigt, welche Leistung der menschliche Körper grundsätzlich erbringen kann. So entspricht bei einer durchschnittlichen Person die physische Leistung in etwa 0,6 PS.
Zum anderen wurde auch die mentale Leistungsfähigkeit berücksichtigt. Diese umfasst unter anderem Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit, Motivation oder „banale“ Prozesse wie Denken, Lernen und Problemlösen. Es wurde deutlich gezeigt, dass mentale Stärke ebenso wichtig ist wie körperliche Fitness. Denn nur in Zusammenspiel zwischen Körper und Geist kann volle Leistungsfähigkeit entstehen.
Die 1B machte sich auf den Weg, um ihre Fußspuren zu erkundigen. Zuerst wurde der eigene Fußabdruck in Biologie analysiert und in Technik und Design konnte man austesten, wie gut man mit dem Fuß einen Spielwürfel aus Ton herstellen kann. Musikalisch ging es weiter mit Bodypercussione zu bekannten Liedern. Im Fach „Bewegung und Sport! wurde ein Hindernissparkour aufgebaut und verschiedene Daten erhoben, die dann gemeinsam im Mathematikunterricht mithilfe einer Statistik ausgewertet wurden. Eine Erlebnisgeschichte aus der Sicht des eigenen Fußes sowie eine Reflexion über den eigenen Lebensweg in Religion durften natürlich auch nicht fehlen. Abschließend hatten die Schüler:innen der 1B mit dem Song „Head and Shoulders Knees and Toes“ einen großen Spaß, den sie mit den Zuschauer:innen am Freitag bei der Präsentation teilten.
Die 1C stellte das Skelett in den Mittelpunkt und zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und spannend fächerübergreifendes Arbeiten sein kann: In Biologie erforschten die Schüler:innen Aufbau und Funktion der Knochen und erweiterten dabei zugleich ihren englischen Wortschatz. In Mathematik wurden die Längen ausgewählter Knochen gemessen, verglichen und berechnet. Im Sportunterricht wurde dieses Wissen unmittelbar praktisch umgesetzt – mit Fokus auf richtige Körperhaltungen und passende Schutzmaßnahmen. In Musik entstand ein eigener „Skelett-Song“ und im Religionsunterricht wurden besondere Knochen von Heiligen – sogenannte Reliquien – thematisiert. In Deutsch verfassten die Schüler:innen fantasievolle Skelettgeschichten, die sie anschließend in Kunst und Gestaltung eindrucksvoll als Comic zum Leben erweckten. Den Höhepunkt bildete ein selbst gestalteter Dokumentarfilm, der die wichtigsten Eindrücke der Woche festhielt. Darüber hinaus produzierten die Schüler:innen in Digitaler Grundbildung originelle Stop-Motion-Videos mit humorvollen, skurrilen und auch schaurigen Szenen rund um das Thema Skelett. So standen neben der Ergebnissicherung vor allem Teamarbeit, Kreativität und die Freude am gemeinsamen Lernen im Vordergrund.
Im Rahmen der fächerübergreifenden Projektwoche zum Thema „Arbeiten mit den Sinnen“ beschäftigte sich die 1D-Klasse des Gymnasiums auf vielfältige und spannende Weise mit dem bewussten Wahrnehmen. In DIGGB programmierten und gestalteten die Schüler:innen Ozobots. Passend dazu entstanden im Fach KUG kreative Bilder und Fahrbahnen, auf denen die Ozobots fahren konnten, sowie beeindruckende optische Täuschungen. Im Englischunterricht erstellten die Schüler:innen Lap-Books rund um die Sinne. Besonders spannend war die „Mystery Box“, bei der verschiedene Gegenstände ertastet und anschließend auf Englisch benannt werden mussten. Auch im Fach Deutsch wurde kreativ gearbeitet: Es entstanden Theaterstücke, Comics und Gedichte zum Thema Sinne. In Mathematik führten die Schüler:innen verschiedene Messungen durch, zum Beispiel einen Reaktionstest. Die Ergebnisse wurden ausgewertet und anschaulich in Grafiken und Diagrammen dargestellt. Im Sportunterricht absolvierten die Schüler:innen einen Parcours ohne Sehsinn. Dabei mussten sie einander vertrauen und sich ganz auf ihre anderen Sinne verlassen. Ein besonderes Highlight im Fach Biologie war die Sektion eines Rinderauges, bei der die Klasse den Aufbau des Sehorgans ganz genau untersuchte. Die Projektwoche bot der 1D eine abwechslungsreiche Möglichkeit, die eigenen Sinne bewusst wahrzunehmen, zu erforschen und kreativ einzusetzen.
Die 1E beschäftigte sich in der Projektwoche intensiv mit dem Thema Herz. In Englisch wurden Liebesbriefe verfasst und in Religion ein Klassenherz gestaltet, dabei wurde darauf geachtet, was unser Herz im Hinblick auf das Fühlen einzigartig macht. Außerdem wurden in Deutsch Lap- Books gestaltet, die Gedichte, Cartoons, Elfchen und vieles mehr beinhalteten. In Bewegung und Sport wurden Stationen aufgebaut und der Puls gemessen. Passend dazu werteten die Schüler:innen im Mathematikunterricht Diagramme zum Pulsmessen aus. In Kunst und Gestaltung wurde mit Ölkreiden auf schwarzem Papier gezeichnet und beschrieben, warum unser Herz so wichtig ist. Außerdem erarbeiteten sie im Informatikunterricht ein Plakat mit QR-Codes, hinter denen sich sportliche Übungen als Videos verbargen. Ein besonderes Highlight wurde im Biologieunterricht geboten, denn die Schüler:innen hatten die Möglichkeit, ein Rinderherz zu sezieren, was einen ganz neuen Blickwinkel auf das Herz ermöglichte.
Die Klassenvorständ:innen und die beteiligten Lehrpersonen sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen. „Den Kindern hat es großen Spaß gemacht und gezeigt, dass die Zusammenarbeit über mehrere Fachgebiete hinaus geht.“

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