Bücher statt Brainrot, Brettspiele statt Algorithmen, Bewegung statt Bildschirm und Gespräche statt Snapchat – so lautete im März das Motto für die Schüler:innen der 6B und einen Teil der 6C, die am österreichweiten Handyexperiment teilnahmen. Insgesamt legten rund 72.000 Jugendliche ihr Handy für drei Wochen auf die Seite.

Die Aufgabe lautete: Kein Smartphone oder zumindest keine Social-Media-Apps benutzen. Das hieß auch, seinen gewohnten Alltag neu zu strukturieren und Offenheit für Neues zu zeigen. Der Umstieg auf ein Tastenhandy, die eingeschränkte Erreichbarkeit sowie die neugewonnene Zeit waren Neuland für viele Schüler:innen. Die Smartphones unserer Schüler:innen wurden während des Experiments, um nicht in Versuchung zu kommen, im Schultresor sicher verwahrt.

Das gesamte Experiment wurde wissenschaftlich in Form von Fragebögen vom ORF und dem Anton-Proksch-Institut begleitet und soll aufschlussreiche Erkenntnisse über einerseits den Zusammenhang zwischen Bildschirmzeit und Wohlbefinden liefern sowie andererseits Langzeiteffekte aufzeigen.

Um die gewonnene Frei- und Lebenszeit sinnvoll zu nutzen, gab es als Klasse jede Woche eine gemeinsame Aktivität außerhalb des Unterrichts. Der Spielenachmittag, der sportliche Nachmittag sowie die gemeinsame Übernachtung in der Schule zeigten nicht nur sinnvolle Alternativen zum Handykonsum auf, sondern stärkten außerdem die Klassengemeinschaft. Erstes Fazit: Es war gar nicht so schwer wie erwartet und man hat gar nicht so viel versäumt wie geglaubt. Ob rückgemeldete Effekte der Schüler:innen wie bessere Laune, mehr soziale Interaktion in der Pause (bspw. Gespräche und Kartenspiele), besserer Schlaf sowie mehr reale Treffen mit Freunden zur neuen Gewohnheit werden, bleibt abzuwarten.

In Zukunft gilt jedenfalls: Wir wollen unser Handy im Griff haben und nicht umgekehrt!