Am 29. September fuhren wir mit Frau Prof. Alexandra Fuchs nach Graz zum Offenen Labor der Karl-Franzens-Universität und einem workshop auf der MedUni Graz.
Beim Offenen Labor lernten wir, dass es möglich ist, Viren mit speziellen Testverfahren nachzuweisen. Dabei ist Genauigkeit und Mitdenken gefragt. Man muss sehr präzise arbeiten, denn auch bei nur kleinen Fehlern, kann das Ergebnis abweichen. Wir machten eine PCR (Polymerasekettenreaktion) und einen ELISA (Antigentest). Am Ende pipettierten wir die PCR-Proben in ein Agarosegel mit blauem Farbstoff und führten eine Elektrophorese durch. Danach waren mit einer Blaulichtlampe Ergebnisse zu erkennen. Einige waren positiv, andere negativ.
Es hat sehr viel Spaß gemacht, pipettieren zu lernen und sich mit der Virologie zu beschäftigen. Die kurzen Power-Point-Präsentationen wurden leider unter Zeitdruck schnell durchgearbeitet und es wurden viele Fachbegriffe verwendet.
Auf der Med-Uni-Graz wurden wir darüber aufgeklärt, dass Tierversuche in der Medizin nicht so schlimm sind, wie man auf den ersten Blick denkt. Die Versuchstiere werden gut verpflegt und es wird auf sie geachtet. Die Ärzt:innen und Pfleger:innen achten darauf, die Schmerzen für die Tieren minimal zu halten. Die Versuchstiere haben zwischen verschiedenen Versuchen außerdem genügend Zeit, um sich zu erholen und zu regenerieren. In der Medizin sind Tierversuche außerdem notwendig, um neue Behandlungsmethode und Heilmittel, also Medikamente, zu erforschen. Außerdem lernten wir, wie man Katheder einführt und wie man Wunden vernäht. Auch dort durften wir pipettieren und uns wurden die Unterschiede zwischen verschiedenen Ratten- und Mäusekäfigen erläutert.
Die Personen waren alle sehr nett und geduldig. Die Med-Uni hat mir am besten gefallen, da ich schon immer mal nähen wollte oder auch mit Nadeln umgehen lernen wollte. Ich fand es auch sehr nett, dass sie uns Snacks für die kurzen Pausen angeboten haben. Andererseits bin ich noch immer nicht vollständig davon überzeugt, dass Tierversuche in der Medizin so harmlos ablaufen, wie sie uns vorgestellt wurden.
Alles in Allem fand ich die Exkursion sehr lehrreich und informativ und sie hat mir geholfen, mich für das Medizinstudium zu motivieren. Der Tag war toll organisiert und wir hatten nie Stress. Eine Exkursion wie diese sollte auf jeden Fall auch mit anderen NWL-Gruppen durchgeführt werden.
Marie Trausmüller, 7AN










