Im Rahmen des Englisch- und Religionsunterrichts beschäftigte sich die 4B mit dem digitalen Lernspiel „Hidden Codes“, einem Projekt der Bildungsstätte Anne Frank. Ziel des Spiels ist es, versteckte rechtsextreme Codes, Symbole und Strategien im Internet zu erkennen und kritisch zu hinterfragen.

Dabei konnten die Schüler:innen wichtige Erkenntnisse gewinnen:

Luisa lernte, dass rechtsextreme Gruppen Zahlen wie 88 oder 18 bewusst in alltäglichen Kontexten verstecken. Diese sogenannten „Dog Whistles“ wirken auf den ersten Blick harmlos, transportieren jedoch geheime Botschaften für Eingeweihte.

Samuel setzte sich mit historischen Symbolen auseinander und erkannte, dass bestimmte Runenzeichen – etwa das keltisch wirkende Zeichen, das als Vorlage für das doppelte S-Zeichen der SS diente – von den Nationalsozialisten gezielt umgedeutet und ideologisch aufgeladen wurden.

Jack stellte fest, dass manche Menschen bestimmte Weltanschauungen übernehmen, ohne zu merken, dass diese ursprünglich vom Nationalsozialismus beeinflusst sind. Ideologien können sich schleichend verbreiten, besonders wenn sie modern verpackt werden.

Flora lernte neue rechtsextreme Erkennungszeichen kennen, etwa moderne Symbolkombinationen wie ein Kreis mit Dreieck, die in bestimmten Szenen als geheime Gruppenzeichen dienen. Auch keltische Spiralen oder andere alte Symbole können – aus ihrem ursprünglichen kulturellen Kontext gelöst – politisch instrumentalisiert werden.

Viola wurde bewusst, dass rechtsextreme Inhalte in sozialen Medien oft nicht offen auftreten. Sie sind versteckt, ironisch verpackt oder mit Memes kombiniert, sodass viele Nutzer:innen gar nicht mehr bemerken, wenn sie mit extremistischen Botschaften konfrontiert werden.

Ein besonders wichtiger Punkt wurde ebenfalls von Samuel angesprochen: Selbst bei scheinbar positiven Themen wie Frauenrechten oder gesellschaftlichem Engagement können im Hintergrund rechtsextreme Motive stehen. Extremistische Gruppen versuchen gezielt, aktuelle gesellschaftliche Debatten für ihre Ideologie zu nutzen.

Alles in allem hat das Projekt gezeigt, wie wichtig Medienkompetenz und historisches Wissen sind. Die Schüler:innen haben gelernt, genauer hinzuschauen, Symbole zu hinterfragen und Inhalte kritisch zu prüfen. „Hidden Codes“ hat damit einen wertvollen Beitrag zur Präventionsarbeit und zur Stärkung demokratischer Werte an unserer Schule geleistet.